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Dein Kundenavatar und wie er Dir Deine Arbeit massiv erleichtert

Ich gehe jetzt mal davon aus, dass Du Dich mit Deinem Business schon viel und ausführlich auseinandergesetzt hast. Ich gehe auch davon aus, dass Du Dir schon mal Gedanken gemacht hast, wer Deine Wunschkundin, Dein Wunschkunde, sein sollte.

Irgendwo in Deinem Office gibt es mit Sicherheit dieses Datenblatt, dieses Eine, mit dem Bild einer Person, ihrer Beschreibung, ihren Präferenzen, Berufsstand, Familienstand und ihren Hobbies. Oder, irgendwo in Deinem Kopf existiert eine Vorstellung davon, wer Deine Expertise vielleicht brauchen könnte.

Und irgendwie, wenn Du so richtig drüber nachdenkst, hat sich das Ding mit dem Avatar für Dich

A) noch nicht so richtig erschlossen

oder

B) Du warst bis jetzt der Meinung, Du brauchst das nicht, weil Du eh klar hast, mit wem Du arbeiten möchtest

und Du

C) ganz genau weißt, was Du sagen willst.

Und da ist sie, die Falle, in die, wie mir scheint, das hochempathische Publikum gerne mal reintappt, weil ja alles irgendwie Schwingung ist und Du ja anziehst, was Du aussendest oder so. Blöd wird die Sache dann, wenn Dich irgendwann keiner mehr versteht. Weil dann keiner mehr mit dem, was Du sagst, in Resonanz gehen kann. Das merkst Du daran, dass die Menschen nicht genau wissen, warum sie Dich buchen (sollen) und somit lieber erst mal ausbleiben.

Was zum Teufel ist da los, denkst Du.

Ich versuche es mal so zu erklären: Du hast den Bezug zu Deinen Kunden, zu Deinem Publikum verloren. Sie verstehen Deine Sprache nicht, sie wissen nicht, womit gerade Du ihnen weiterhelfen kannst. Du kannst sie nicht direkt fühlen, wahrnehmen und befindest Dich in Deiner Position – betrachtest also auch alles, was Du anbietest aus Deinem Blickwinkel – und wenn wir ehrlich sind

Du bist nicht die, die Deine Leistung in Anspruch nehmen möchte, richtig?

Und jetzt kommt Dein Avatar ins Spiel, ja er erleichtert Dir Deine Arbeit immens, denn Deine Texte, Deine Produkte sind ja nun nicht für Dich gemacht – sondern für Deine Kunden. 🙂 Und deren Perspektive aufs Leben unterscheidet sich von Deiner in genau einem Punkt:

Das Problem, die Herausforderung, die Deine Kundin jetzt noch hat, die hast Du bereits (mehrfach) gelöst.

Für gewöhnlich wird der Avatar oft mit der Zielgruppe gleichgesetzt, was einfach nicht stimmt. Das mag für abstrakt und sehr strategisch denkende Menschen vielleicht gelten – ich, die ich viel mehr auf der Gefühlsebene arbeite, sehe das anders.

Für mich stellt der Avatar die Person dar, mit der ich spreche – im falle dieses Artikels bist das Du. Du bist also mein Avatar.

Ich weiß, warum Du das liest (nämlich weil Du die Sache irgendwie noch nicht ganz verstanden hast). Ich weiß, dass Du da eigentlich keinen Bock drauf hast, so ein Ding zu entwickeln, weil Du das Gefühl hast, es könnte Dich einschränken, außerdem ist Dir das alles zu undurchsichtig und lässt sich nicht mit Deinem Feingefühl vereinbaren. Immerhin kannst Du nahezu jedes Problem dieser Welt auf ganz einfach Art lösen – DU weißt einfach wie es geht. End of Story. Ich weiß auch, dass Du genervt bist, weil Du denkst, ey, ich bin brilliant – aber keiner merkst, wo hakts?
Überhaupt ist die Welt einfach noch nicht soweit, Dein Produkt, deine Mission überhaupt zu verstehen…

Und ich weiß auch, dass Du Dir aus den unterschiedlichsten Gründen diese Arbeit nicht machen möchtest – zumal ich Dir gesagt habe, dass wir einen Tag Arbeit in diese Kunstfigur stecken werden, was Dir im Moment sinnlos erscheint. Weil Du weißt es ja – und genau DAS ist der Haken.

Du bist nicht die, um die es geht! End of story. Part two.

Wie geht das nun, diese Avatarsache?

Nimm Dir erst einmal Zeit durchzuatmen und mache Dir bewusst, dass Du rausgehst aus Deiner Expertinnenrolle.
Nimm Dir ein großes Papier und mehrere Stifte zur Hand und gehe in Dir auf die Suche.

Finde einen Namen für Deinen Avatar, finde ein Gesicht dazu, das Geschlecht. Wahrscheinlich begegnen Dir mehrere Personen, mit unterschiedlichen Herausforderungen – erschaffe in Deinen Gedanken, auf Deinem Papier eine, die alles in sich vereint.

Beantworte dafür folgende Fragen: ( der Einfachheit halber wähle ich hier die weibliche Form )

  • wie heißt sie ?
  • wie alt ist ist sie?
  • welchen Lebensstandart hat sie ?
  • wie kleidet sie sich ?
  • welchen Beruf übt sie aus ?
  • und welchen Beruf möchte sie vielleicht ausüben ?
  • ist sie in einer Beziehung ?
  • fühlt sie sich wohl in der Beziehung ?
  • welcher Art Beziehung führt sie ?
  • wo wohnt sie ( in welcher Stadt, in welchem Haus, zur Miete, Eigenheim) ?
  • welche Fragen stellt sie sich ?
  • ist sie gläubig? Wenn ja, welche Religion?
  • welche Bücher liest sie ?
  • welche Filme, welche Serien sieht sie sich an ?
  • wo geht sie gerne Essen ?
  • was macht sie er gerne mit ihrer Zeit ?
  • welche Ängste hat sie ?
  • welche Hoffnung ?
  • welche Sehnsüchte ?
  • welche Sprache spricht sie ?
  • und welche Worte verwendet sie ?
  • ist sie humorvoll oder eher ernst ?
  • wie geht sie aus dem Haus geschminkt oder ungeschminkt ?
  • ist sie kreativ und gestaltet viel ?
  • konsumiert sie eher ?
  • hat sie viele Freunde ?
  • ist sie eher Einzelgängerin ?
  • wo im Leben steht die Person gerade ?
  • und wo will sie hin ?

Wahrscheinlich wird Dir noch viel mehr einfallen, also ergänze diese Liste gerne nach Lust und Laune.

Das alles zu ermitteln dauert seine Zeit, wichtig ist, dass Dir Deine Person Stück für Stück lebendiger erscheint, dass Du sie fühlen kannst und wahrnehmen, ihre Nöte, ihre Ängste, ihre Erfolge, ihre Freude, ihre Trauer…

Wenn Du willst, kannst Du ein Bild raussuchen, dass der Person entspricht – wenn Du ein ausgeprägtes Vorstellungsvermögen hast, dann kannst Du Dir das Konterfei guut vorstellen, und musst kein Foto verwenden. Tricks Dich aber dabei nicht selbst aus mit einem jaja, ich weiß schon, das wäre fatal.
Ich zum Beispiel fühle meine Avatars. Das gibt auch ein Bild, aber kein Foto von einer real existierenden Person, ich habe meine Bilder gezeichnet, aufgemalt, aufgeklebt, beschriftet und verschiedene Farben dafür verwendet.

Ich weiß, wann mein Avatar weint, wenn sie liest, an welcher Stelle sie lacht, wo sie vor sich hingrummelt und wo sie die Augen verdreht, den Kopf schüttelt, an welcher Zeile sie hängenbleibt und worüber sie dann nachdenkt. 😉

Während ich schreibe, während meiner Interviews die ich zum Beispiel für den Kongress führe, fühle ich mich ein, in meinen Avatar das heißt, ich wechsle zu Beginn die Perspektive und schlüpfe in eine andere Rolle, nämlich die des Kunden/der Kundin. Das hilft mir, die Fragen so zu stellen, dass meine Kundin die Antworten bekommt, die sie sucht.

Wäre diese nämlich schon voll drin in der Materie, über die ich und meine Interviewpartnerin sprechen, wäre mein Programm obsolet und die Interviews hinfällig. 😉

Wobei hilft er mir denn nun, der Kundenavatar?

Dein Avatar hilft Dir, Deine Kunden nicht aus den Augen zu verlieren – und mit ihren Herausforderungen verbunden zu sein.

Oft verstehen diese uns nämlich nicht – und finden zwar irgendwie spannend, was wir machen – haben jedoch keine Ahnung, was ihnen das bringt, welches Problem im Anschluss really vom Tisch ist und welchen Wert wir bieten. Je genauer Dir das Problem Deines Avatars bekannt ist, umso genauer kannst Du es sprachlich darstellen, dass genau Du dieses Problem lösen kannst.

Außerdem und das nicht zuletzt, erleichtert er Dir Deine Arbeit, denn Du weißt, mit wem Du sprichst.

Du wechselst vom Monolog zum Dialog, vom Frontalunterricht zum kooperativen Lernen.

Oder auch – so hauchst Du Deinen Produkten, Deinen Geschichten, Deinen Angeboten Leben ein – und das ist, was spürbar am anderen Ende der Leitung ankommt.

Und vielleicht –  vielleicht lernst Du durch Deinen Avatar noch eine ganze Menge mehr als das, was Du bisher schon wusstest! 😉

Wenn Du Hilfe brauchst, melde Dich! You know, you can book me.

Wie auch immer, ich wünsche Dir viel Vergnügen beim Entwickeln.

Regina

 

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