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Warum ungeliebte Glaubenssätze immer wieder um die Ecke kommen

Es klingt so einfach, so verlockend leicht.

Hinfort mit den einschränkenden Glaubenssätzen in nur 30 Minuten.

Du musst nur positiv denken. Oder den Glaubenssatz aufschreiben und verbrennen.
Oder jetzt die Aussage umkehren und lediglich anders herum denken. So und ähnlich lauten zahlreiche Botschaften.

Und vielleicht hast Du das auch schon gemacht.

Probiert. Versucht. Einmal. Öfter. Mit aller Macht täglich.

Und vielleicht hast Du insgeheim nach links und rechts geschaut und Dich gefragt, wieso es bei allen anderen so gut funktioniert und nur bei Dir nicht.

Weshalb es scheinbar anderen so leicht fällt, umzudenken und gravierend ihre Lebenssituation wie gewünscht zu verändern, erfolgreich, schlank, reich oder in einer glücklichen Beziehung zu sein und nur Du bleibst an gleicher Stelle mit Deinem Problem hängen.

Verzagt. Verzweifelt. Und allmählich schleicht sich ein leichtes Unbehagen gemischt mit dem Gefühl von totaler Unfähigkeit ein.

Weil nicht eintritt, was Du Dir erhoffst.

Obwohl Du doch so fleißig Dir Deinen neuen Gedanken aufsaugst.

Warum greift dieses neue Mindset einfach nicht?

Was läuft da schief?

Aus meiner Sicht läuft bei Dir gar nichts schief. Was oftmals schräg ist, ist die Darstellung von dem, was Glaubenssätze und unbewusste Entscheidungen so alles sind und sein können, woher sie entspringen und was es wirklich braucht um nachhaltig eine Veränderung zu bewirken. Damit meine ich eine Veränderung, die Du wirklich willst. Mit der Du voll und ganz im Einklang bist. Die Dir entspricht und aus Deinem Inneren entspringt. Auch wenn sie sich anfänglich als Herausforderung darstellt.

Fangen wir mit dem Mindset an.

Ja, Deine Gedanken sind maßgebend dafür, wie Du Dich selbst und Deine Welt siehst und formst. Und somit maßgebend für Deine Handlungen und Deine Gefühle. Und Du hast die Macht diese zu verändern. Doch jetzt kommt der Haken.

Die Veränderung geschieht eben nicht allein im Mindset.
Eben nicht in Deinem Kopf.

Nicht in Deinem ach so bewussten „jetzt denk ich einfach anders“, „jetzt murmel ich täglich mein neues Mantra“ von dem, was ich will.

Weshalb nicht?

Weil Du alles unterhalb Deines Kinns abschneidest!

Es funktioniert nicht, solange Du nicht bereit bist für Dich selbst. Bereit für Deine innere Tiefe.

Hin zu der Quelle, wo dieses „Mindset“ entstanden ist. Und hier geht es um weit mehr als „nur“ ein Setting.

Es ist eine Vielfalt von Überzeugungen, Erfahrungen, Glaubenssätzen und Entscheidungen, die zudem noch einen unterschiedlichen Ursprung haben. Einem Ursprung, der weit zurück liegt, den Du tief in Dir vergraben und verdrängt hast und der sich Deinem bewussten Erinnern auch entziehen kann.  Dieser Ursprung liegt nicht in Deinem „Mind“. Er liegt in Deinem Körper, gespeicherten Erfahrungen wie Informationen in Deinen Zellen, geschmückt mit Emotionen von damals – wann auch immer es war.

Die Wirkung ist so machtvoll für Dich, nicht nur weil vieles unbewusst und nicht greifbar ist, sondern weil die Vielzahl dieses „Mindsets“ ineinander verwoben ist. Ziehst Du einen Satz hervor, so berührst Du und tickst Du auch andere an.

Du beschreitest damit einen Prozess. Beginnst einen Weg der Veränderung. Und deswegen kommt auch so mancher Aufschrei, den ich von Klienten kenne nach dem Motto „oh, hätte ich damit doch nie angefangen“. Solch ein Aufschrei kommt dann, wenn es eben nicht so wie gewünscht wird sondern ganz das Gegenteil erfolgt.

Woher kommt dieses Gegenteil von Deinen Wünschen? Bloß „falsch bestellt im Universum“?

Häufig ist es mindestens einer dieser drei Gründe:

  1. Vermeidung von Schmerz

     

  2. Fehlender Schutz und Halt

     

  3. Aktivierung tiefer liegender destruktiver Überzeugungen

    1. Vermeidung von Schmerz

Der tiefe Schmerz samt allen ungelebten wie unterdrückten Gefühlen, die mit der Entstehung des des „Mindsets“  und dieser speziellen Verletzung verbunden sind, die Du da gerade am Wickel hast beziehungsweise so gern lösen willst, bleibt unberührt. Das kann wie bei Karen* (Name geändert) ein massives Schamgefühl samt dem Schmerz der Zurückweisung sein, als die Erinnerung hochkam wie ihr Vater ihren ersten Brief an ihn mit Rotstift korrigierte, in dem sie ihm als Sechsjährige schrieb wie lieb sie ihn als Papa hat. Diese damit verbundenen Emotionen sowie der zurückgehaltene Ausdruck dieser speiste ihren Glaubenssatz von „ich bin niemals gut genug“ und hinderte sie gegenüber Vorgesetzten auch mal „nein“ zu sagen und ihre Arbeitsüberlastung zuzugeben.

Ohne die Wahrnehmung der alten Verletzung, die zwar alt sein mag doch zugleich brandaktuell täglich wirkt, bleibt jede Umwandlung dieses Glaubenssatzes quasi im Hals stecken. Schlimmer noch. All die Gefühle, die damals nicht gefühlt werden durften, deren Ausdruck nicht möglich bis verboten war,  all die Bedürfnisse, all das was damals so dringend gebraucht wurde in dem Schmerz, all das wird noch weiter nach unten gedrückt, wenn Du es nicht voll und ganz fühlen und angemessen zu Dir nehmen kannst.

Und ganz ehrlich, das findet im und mit Deinem Körper statt. Nicht im Kopf. Nicht im Mind. Nicht im Mantra eines neuen Satzes. Das fühlt sich erst einmal Sch…. an. Und manchmal bis häufig braucht es aus gutem Grund hier eine kompetente Unterstützung. Sonst wäre es ja nicht so lange vergraben und verschüttet.

So verlockend es also auch klingen mag. Doch an Deinem Schmerz kommst Du nicht vorbei.

2.Fehlender Schutz und Halt

Wenn alte Denkweisen weichen sollen, braucht es nicht nur etwas Neues, das an ihren Platz tritt, sondern es ist ein Rahmen erforderlich, der dieses Neue stützen und wachsen lassen kann. Und zwar genau der, den Du brauchst. Im Kern geht es hierbei um Schutz und um Halt für Deine neuen Entscheidungen. Genau den Schutz und den Halt, der Dich innerlich trägt für diesen Wandel. Genau diesen Schutz oder Halt oder beides hattest Du damals nicht. Und vielleicht existiert in Dir auch gar kein Bild, kein Gefühl davon, wie so etwas sein könnte.

Du kannst es Dir wie ein Sanierungsprojekt eines Hauses vorstellen, das zunächst wichtige Stützpfeiler benötigt, bevor die Entkernung beginnen kann um dann Schritt für Schritt mit der Erneuerung fortzufahren. Bis letztlich die neuen tragenden Säulen integriert sind.

Auch dieser Schutz und Halt braucht eine Integration tief in Dir selbst. Ein Fühlen in Dir, in Deinem Körper. Wie eine Neuinformation in Deinen Zellen. Und übergangsweise kann es für Dich Unterstützung von außen benötigen.

Wenn Dir dieses, in der Transaktionsanalyse spricht man vom Eltern-Ich als einen der Ich-Zustände, wenn Dir hier die hilfreichen förderlichen Anteile Deines Eltern-Ichs fehlen und sich erst entwickeln oder kräftigen müssen, dann wird jeder Wunsch nach einer Veränderung kraftlos untergehen. Denn es braucht die Ausbildung von Schutz und Halt in Dir, in Deinem eigenen Eltern-Ich um Dich in Deiner Neuausrichtung zu bestärken und Dein Wachstum zu fördern.

Das ist ein Prozess, in dem Deine neue Entscheidung aus einer anderen Haltung entspringt. Aus dem Erwachsenen-Ich, wenn ich in diesem Bild der Transaktionsanalyse bleibe. Doch solange Dein Kind-ich und Deine alten Verletzungen nicht versorgt werden können von Dir, bleibt Dein „verändert geglaubtes Mindset“ eine Sehnsucht des Kind-Ichs und ist keine neue Entscheidung.

Und damit bleibt ein innerer Konflikt in Dir, der Dich vor und zurück wirft.

3.Aktivierung tiefer liegender destruktiver Überzeugungen

Dein „Mindset“ ist aus einem beziehungsweise mehreren guten Gründen entstanden. Glaubenssätze haben eine Funktion. Eine für Dich höchst wichtige sogar. Sonst hättest Du sie nicht. Auch wenn sie Dir heute nicht mehr dienlich sind. Ja, auch wenn sie Dich hindern können und destruktiv sind, so ist ihre Funktion zu beachten. Mehr noch. Sie ist in jeden Transformationsprozess zu integrieren.

So gibt es beispielsweise Glaubenssätze, die wie in mehreren Schichten liegen. Die eine Abwehrfunktion viel tiefer liegender Überzeugungen Inne haben. Die eine tiefe existenzielle Angst überdecken, wie ein Vakuum in Deinem Sein, an seinem Hochkommen abwehren. Weil dieses Hochkommen Dich in völlige Instabilität bringen kann.

Es ist eine Illusion, nur einen Glaubenssatz isoliert betrachten und wandeln zu können. In Dir liegt ein Netz davon. Daher können in Veränderungsprozessen gerade solch tiefer liegende Überzeugungen aktiviert werden. Die waren natürlich vorher auch schon da. Doch jetzt können sie sich spürbarer und deutlicher für Dich zeigen. Dich in existenzielle Themen und Krisen führen.

Wenn Du vorher geglaubt hast, Du bräuchtest bloß einen Satz transformieren, dann kann Dich eine solche tiefgreifende Entwicklung ziemlich erschrecken und aus der Bahn werfen. Dann braucht es zunächst eine Stabilität, die Dich aus der Tiefe stärkt und nährt, damit Du bereit für diese Veränderungsschritte werden kannst.

Hinzu kommt auch Dein Umfeld, in dem Du momentan lebst, Dein gesamtes Familiensystem Deiner Herkunft, ja sogar Deine Ahnenreihe kann betroffen sein. Bei gewünschten Entwicklungen und ersten Schritten in diese Richtung kann es gut sein, dass Dir genau aus dieser Ecke massiver Widerstand entgegenbläst.

Völlig egal wie subtil, wie offen, wie unbewusst oder aktiv. Die Kräfte, die hier wirken, können mächtig sein. So mächtig, dass eine Veränderung einen Ausstieg aus diesem System bedeutet.

Allein dieses erste noch unbewusste Erahnen kann nicht nur diesen Widerstand aktivieren. Es kann Dich auch in eine Vollbremsung oder komplettes Zurückrudern bringen. Dann erlebst Du vielleicht wie Sandra* eine weitere Hürde und Verschlimmerung der Situation nach der anderen, die ihr wie eine Prüfung mit steigenden Anforderungen erschien, ob sie diesen Weg wirklich bereit ist zu gehen und der sie immer mehr an ihre existentiellen Themen führte.

Was also kannst und willst Du tun um Dich wirklich zu verändern?

Ja, Du kannst Dich in neuen Glaubenssätzen, vorausgesetzt, es ist wirklich der Deine, üben. Ich halte viel von Übungen. Weil es echte Erfahrungen produziert. Weil Du damit die große Chance hast, in Deine Wahrnehmung, in Dein Fühlen und in das Erspüren Deines Körpers zu gelangen.

Weil Du damit die große Chance hast, mit Dir selbst in Kontakt zu kommen.

Doch meiner Erfahrung nach passiert genau das nicht. Weil es Angst auslöst. Widerstand. Blockierung.

Logisch. Schließlich liegt darunter der alte brühwarme Schmerz. Und der schreit nur danach endlich gefühlt und voll gesehen zu werden.

Angenommen.

In den Arm genommen und voll erkannt.

Anerkannt.

Mit dem Ausdruck und der Begleitung, die es braucht.

Und zwar von Dir.

Wenn Du das willst, dann frag Dich einmal folgendes:

Wie fühlt sich Dein Körper an, wenn Du Deinen neuen Glaubenssatz sagst?

Wo in Deinem Körper wird es weit und wo wird es eng?

Wie „tief“ hinein rutscht dieser Satz bei Dir?

Wie klingt Deine Stimme, wenn Du ihn zu Dir selbst in den Spiegel sagst?

Was vermeidest Du wirklich jetzt gerade?

Nimm Dich wahr, offen und ehrlich. Ohne Bewertung.

Wenn Du merkst, dass dies nicht gelingt, dann prüfe für Dich, ob Du bereit bist für Deine Antworten zu diesen Fragen. Für Deine Antworten in der Tiefe in Dir selbst. Für das Neuland oder das vergessene Land in Dir, das für Dich Ungewißheit bedeutet.

Diese Reise zu Dir ist ungewiß. Es ist Deine ureigene. Niemand kann vorhersehen, was passiert. Doch es gibt glücklicherweise so einige höchst kompetente Reisebegleiter.

Und Du selbst kannst auf genau dieser Reise in Deine ureigene Kraft erlangen. In eine innere Klarheit, die Dich zu jedem weiteren Schritt trägt.

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Herzlichst,

Petra Michaela Pfeiffer

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